Ende Oktober/Anfang November findet eine Reihe von Infoveranstaltungen zur Repression in Russland, insbesondere der Verfolgung von Organisationen als „Ausländische Agenten“, mit einer Vertreter*in der Humanistischen Jugendbewegung aus Murmansk statt. Infoabende gibt es in Berlin (19.10.14 um 19 Uhr – NFJ-Büro, Weichselstr. 13/14), Hamburg (24.10.14 um 19 Uhr – LIZ, Fettstr. 23), Braunschweig (30.10.14 um 20 Uhr – Nexus, Frankfurterstr. 253), Leipzig (3.11.14 um 19 Uhr – B12, Braustr. 20) und Potsdam (5.11.14 – Projekthaus).

Wer ist ein Agent?

Seit 2012, als Putin seine dritte Amtszeit als russischer Präsident antrat, begann eine Welle der Repression gegen verschiedenste NGOs in Russland. Vor allem die Rechte auf eine freie Meinungsäußerung, sowie die Versammlungsfreiheit wurden stark eingeschränkt. Vorrangig kritische und progressive NGOs trifft die Verfolgung als sogenannte „foreign agents“. Aktivist_innen und NGOs vor Ort werden angeklagt und müssen mit Geld- und Haftstrafen rechnen, sowie davon ausgehen ihre Arbeit nicht fortsetzen zu können.

Eine Aktivistin aus Murmansk wird am Sonntag über das neue Gesetz und die damit verbundenen Repression berichten und folgende Fragen beantworten:

  • Was bedeutet es als „foreign agent“ verfolgt zu werden? Und wen kann es treffen?
  • Die ersten Verurteilungen haben stattgefunden, was heißt das für die Betroffenen?
  • Was tun nach einer Verurteilung?
  • Wovor hat Putin Angst? Was will er mit dem Gesetz erreichen?
  • Wie können die russischen NGOs unterstützt werden?

Vortrag auf Englisch, Flüsterübersetzung auf Deutsch nach Bedarf möglich.